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CHANGES Nichts bleibt wie es ist

Alles ist in Bewegung

01/2020

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CHANGES Nichts bleibt wie es ist

01/2020

Zu dem Zeitpunkt, als wir uns auf CHANGES als Titelthema dieser Ausgabe einigten, ahnte niemand von uns, welche Relevanz es zur Veröffentlichung annehmen wird. Im Kontext der aktuellen weltweiten Lage scheint die Wichtigkeit der in dieser Ausgabe behandelten Fragestellungen fast in den Hintergrund zu rücken. Doch dabei dürfen wir eins nicht vergessen: So substanziell die derzeitige „Corona-Krise“ auch in unser gegenwärtiges alltägliches Leben eingreift, und so schwerwiegend ihre Auswirkungen auch sein mögen, verändert sie nichts an den Fragestellungen und Herausforderungen, die wir zuvor als maßgeblich für die Gestaltung der Zukunft unserer Städte definiert haben.

Inhalt

CHANGES

Seite 03

EDITORIAL

INHALT

Seite 06

INTELLIGENT

EIN GEBÄUDE DENKT MIT

Mitten in Berlin hat die CA Immo gemeinsam mit dem dänischen Architekturbüro 3XN das wohl intelligenteste Gebäude Europas realisiert. Im Frühjahr 2020 fand die Eröffnung des sogenannten Smart Commercial Building, das Teil der Europacity ist, statt. Es setzt nicht nur völlig neue Maßstäbe im Bereich der intelligenten Gebäudetechnik, sondern erfüllt auch hohe ästhetische Ansprüche.

Seite 08

VITAL

EIN „BAUM DES LEBENS“ ERWÄCHST ZUKÜNFTIG IM FRANZÖSISCHEM CRETÉIL

Die Stadt von morgen verlangt zukunftsgedachte urbane Räume. An diesen Gedanken knüpft auch das französische Architekturbüro OXO Architects mit ihrem gemischtgenutzten Komplex im Großraum Paris an – grün, hoch und vielfältig.

Seite 10

TIMELESS

HOLLYWOOD SETZT AUF MIXED-USE

Der legendäre Sunset Boulevard in West Hollywood erlebte in den letzten Jahren eine umfangreiche Transformation. Die jüngste Entwicklung verbindet Vergangenheit und Zukunft in einem Projekt mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.

CHANGES

Seite 12

NEWS

GRUNDSATZBEITRAG

Seite 14

THE EXPANDING ROLE OF THE ARCHITECT

Beitrag von Ben van Berkel

If the discipline of architecture is to remain relevant in the face of current change, designers can no longer afford to perceive digital technologies merely as tools for the physical production of architecture. Instead, the profession needs to expand its knowledge and skill base in order to be in a position to incorporate the new technologies that are causing cultural impact globally.

CHANGES

Seite 16

ZUKUNFT ZUSAMMEN

CRADLE TO CRADLE ALS ANTWORT AUF KLIMAWANDEL UND URBANE HERAUSFORDERUNGEN

Rohstoffbewahrung, neue Konstruktionsweisen, soziale und wirtschaftliche Aspekte: All das findet in Cradle to Cradle zusammen. Vor allem sollte es Teil eines umfassenderen Denkens sein, wie wir gemein- sam leben wollen. Jasna Moritz von kadawittfeldarchitektur erläutert das Denken hinter realisierten und geplanten C2C-Projekten und welche Chancen und Potenziale sie bergen.

Seite 20

BAUEN ALS OBERSTES GEBOT

TÜBINGENS OBERBURGERMEISTER BORIS PALMER APPELLIERT AN GRUNDSTUCKSEIGENTUMER BAULAND ZU NUTZEN ANSTATT BRACH LIEGEN ZU LASSEN

„In den 1990er-Jahren hat sich die Haltung durchgesetzt, dass der Markt die Richtung vorgeben soll. Diese neoliberale Phase hat sich auch in den Grundstückseigentümern manifestiert. Sie wollen mittlerweile von Artikel 14 und der Sozialverpflichtung des Eigentums nicht mehr viel wissen. Stattdessen leben sie in der Vorstellung, dass sie mit ihrem Eigentum machen können, was sie wollen.“

CHANGES

Seite 26

MORINGA – NACHHALTIGE PERLE FUR HAMBURG

HAFENCITY: LANDMARKEN ENTWICKELT DAS ERSTE WOHNHOCHHAUS NACH DEM C2C-PRINZIP

Herausragende Entwicklung für die berühmte HafenCity: Mit ihrem Premierenprojekt in Hamburg wird die Landmarken AG Deutschlands erstes Wohnhochhaus in Anlehnung an das Cradle-2-Cradle-Prinzip realisieren. Moringa, so der Name, wird besonders nachhaltig mit recyclefähigen Ma- terialien realisiert und bietet viel Grünfläche. Das Hamburger Projekt ist aber nur der Anfang, weitere Moringas sind in Planung.

Seite 30

EINE BANK SETZT SIGNALE

DIE DEUTSCHE HYPO ÜBERNIMMT MIT GRUNEN PFANDBRIEFEN GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG

Im Gespräch mit Sabine Barthauer, Mitglied des Vorstands der Deutschen Hypo

„Wir als Bank präferieren Lösungen, die viele Bereiche abdecken: So wollen wir durchaus Akzente setzen, wenn schwierig zu beurteilende Ansätze der Industrie zumindest ein Bemühen in die grünere Richtung und zu nachhaltigerem Handeln zeigen.“

Seite 36

BEWEGUNG AUF DER LETZTEN MEILE

RYTLE EBNET DEN WEG ZUR URBANEN VERKEHRSWENDE

Der sich stetig verdichtende Innenstadtverkehr erzeugt Lärm, belastet Umwelt und Gesundheit und fordert sie dringender denn je: die urbane Verkehrswende. Die autogerechte Stadt hat sich überlebt. Zu dieser Einsicht muss auch die Citylogistik kommen und dennoch dem stetigen Wachstum an E-Commerce gerecht werden. Das bremische Unternehmen RYTLE verspricht, mit seinem Mehrkomponentenkonzept die antiquierten Arbeitsabläufe der „letzten Meile“ zu revolutionieren.

Seite 38

HOW TO EMBRACE CHANGE

LISTEN TO WHAT PEOPLE WANT IN ORDER TO ACT BETTER ON WHAT THEY NEED

„What we need to do first is to create a vision on what kind of city we want. Over the last fews years we have increasingly concentrated on technical subjects whereas subjects such as philosophy, sociology, anthropology etc. have fallen behind. However, they are depending on each other. As soon as we combine them, we will be able to use technology in a very effective way.“

Seite 42

ÄLTERE BEVÖLKERUNG VERSUS KNAPPER BODEN

Beitrag von Prof. Dr. Günter Vornholz

Megatrends beeinflussen langfristig die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Diese „Changes“ können nicht nur deutliche Zielkonflikte hervorrufen, sondern auch kurzfristige Gegentrends. Die beiden Megatrends, sprich die demografische Entwicklung mit einer zunehmenden älteren Bevölkerung sowie die Nachhaltigkeit mit der Forderung nach einer drastischen Einschränkung der weiteren Bodennutzung bzw. des Flächenverbrauchs, zeigen diese Entwicklung deutlich.

Seite 46

WANDEL AUF RADERN

DER MEDIBUS BRINGT DEN ARZT ZU DEN PATIENTEN

„In der Diskussion über Smart Cities dürfen wir es nicht versäumen, auch an der Attraktivierung der ländlichen Räume zu arbeiten. Wir müssen im Ökosystem die verschiedensten Akteure zusammenbringen, um Lösungen zu entwickeln und Deutschland nach vorne zu bringen. Wir sehen hier viele Menschen, die bereit sind etwas zu bewegen.“

Seite 50

WIE WIR VOM WISSEN ZUM HANDELN KOMMEN

Beitrag von Uli Mayer-Johanssen

Wir glauben an wissenschaftliche Erkenntnis und ignorieren sie gleichzeitig. Je mehr Kenntnisse vorliegen, je mehr Wissen wir uns aneignen, desto unfähiger werden wir, Konsequenzen zu ziehen und zu handeln. Es reiht sich Widerspruch an Widerspruch. Immer mehr Detailwissen hilft ganz of- fensichtlich nicht, in die Umsetzung zu kommen. Was wir verlieren, ist der Blick auf und für das Ganze, also auf die sich abzeichnende Katastrophe, auf die wir sehenden Auges langfristig zusteuern.

BLACK BOX

Seite 52

CROSSING HUMAN BOUNDARIES

COLOR BLIND ARTIST NEIL HARBISSON BECOMES THE FIRST MAN WHO CAN HEAR COLORS

An interview with Neil Harbisson

In a continuously changing world the future belongs to those who are not afraid to adapt themselves to new conditions. As technology is simultaneously developing the question is how people will use its potential without fearing it. Within this context, first legally recognized cyborg Neil Harbisson is probably the most bravest role model of our time.

CHANGES

Seite 56

STADT VON MORGEN NEU ERSINNEN

FÜR MEHR SINNLICHKEIT IM ZUKUNFTSDISKURS

Wollen wir die Menschen ermutigen, sich an der Gestaltung ihrer Zukunft zu beteiligen und progressive Ideen für saubere, gesunde, gerechte und menschenwürdige Städte zu entwickeln, dann geht das nicht nur rational. Wandel und Zukunft müssen auch emotional-sinnlich erfahrbar werden. Nur so weckt man Kreativität, stiftet Identifikation und motiviert zum Handeln.

Seite 60

DIE NEUEN MAẞSTÄBE DER DIGITALISIERUNG

WARUM DIE KLASSISCHEN UNTERNEHMENSSTRUKTUREN DER IMMOBILIENBRANCHE ENDLICH SIND

Beitrag von Chris Richter

BUSINESS

Seite 62

News

RECHT

Seite 64

DER WEG IST DAS ZIEL

WIE INNOVATIVE KOMMUNALE MOBILITÄTSKONZEPTE DIE VERKEHRSWENDE VORANTREIBEN

Rechtsbeitrag von Dr. Tassilo Schiffer

Rechtsbeitrag von Dr. Tassilo Schiffer

Der drohende Verkehrskollaps in den Metropolregionen und Nachhaltigkeitsdiskussionen machen es notwendig, Mobilität als Gesamtkonstrukt neu zu denken. Dabei kann ein gelungenes Mobilitätskonzept auch ein Tool zur Vermarktung von Bauflächen sein.

ZIA

Seite 66

GELEBTE VIELFALT

ÜBER EIN KLARES BEKENNTNIS ZU DEN STANDARDS EINER MODERNEN, AUFGEKLÄRTEN UND TOLERANTEN GESELLSCHAFT

Beitrag von Dr. Andreas Mattner

Das Thema Diversity spielt in Arbeitswelt und Gesellschaft nach wie vor eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Angesichts von demografischem Wandel und Fachkräftemangel steht vor allem die Immobilienwirtschaft vor großen Aufgaben, bei denen die Vielfalt ein Teil der Lösung sein könnte.

URBAN GALLERY

Seite 68

STITCH INSIDE

WIE EINE JUNGE KÜNSTLERIN DAS STICKEN REVOLUTIONIERT

Mit Nadel und Faden hat Diana Yevtuh kleine Makel in Baumrinden in nahezu lebendig anmutende Kunstwerke verwandelt. Dafür ist sie einem ganz besonderen Impuls gefolgt, den einzig die Natur ihr gab.

CHANGES

Seite 72

WANDEL IM WACHSTUM

WIE SICH PRODUKTE UND PERSONAL DURCH NACHHALTIGE UNTERNEHMENSFÜHRUNG AUS SICH SELBST HERAUS ENTWICKELN KÖNNEN

Gesellschaft ändert sich. Städte ändern sich. Und so, wie sich mit Gesellschaft und Stadt auch die Menschen im stetigen Wandel befinden, wandeln sich die Unternehmen, in denen diese tätig sind. Wer sich im Immobilienbereich engagiert, der muss mit Änderungen schnell umgehen können und diese richtig interpretieren.

Seite 76

MOIN ZUKUNFT, MOIN NEUE ARBEITSWELT

POLIS KEYNOTES LÄDT DIE ENTSCHEIDER DER IMMOBILIENBRANCHE IN BREMEN ZUR DISKUSSION.

Ende letzten Jahres gingen die polis Keynotes in Bremen bereits in die zweite Runde. Wie schon im März 2019 versammelte sich die lokale und regionale Immobilienwirtschaft. Dieses Mal, um über neue Arbeitswelten zu diskutieren

URBAN

Seite 80

NEWS

URBAN HEROES

Seite 82

PLANUNGSKULTUR DER VIELEN

GENOSSENSCHAFTSKOMPLEX KALKBREITE ZÜRICH ÜBERZEUGT MIT PROGRAMMATISCHER VIELFALT UND GESELLSCHAFTLICHEM MEHRWERT

Bis heute hält die Stadt Zürich an ihrer aktiven Wohnungspolitik fest, die vor allem auf gemeinnützigen Wohnungsbau setzt. Gemeinschafts-Wohnprojekte wie die Kalkbreite können heute all- gemeingültige Antworten auf eine globale Wohnungskrise in verdichteten Räumen liefern.

Seite 84

FIFTYFIFTY

VON DER STRASSE IN DIE WOHNUNG – HOUSING FIRST MACHT'S MÖGLICH.

Wenn ein Mensch im Laufe seines Lebens immer wieder auf der Straße lebt, dann bezeichnen Sozialforscher dieses Phänomen als „Drehtüreffekt“. Housing First nennt sich die Strategie, die sich dem Problem annimmt. Durch den Verein fiftyfifty erfährt der in den USA entwickelte Ansatz seit einigen Jahren auch in Deutschland Zuwendung.

Seite 86

VOM UMGANG MIT DEM WANDEL

DER NÜRNBERGER Z-BAU VERHANDELT NS-ZEIT UND GEGENWARTSKULTUR

Dort, wo vor etwa 80 Jahren Elite-SS-Truppen stationiert waren, blüht heute das Nürnberger Kultur- und Kunsttreiben. Ein ehemaliges NS-Gebäude verwandelte sich in das Haus für Gegen- wartskultur. Doch die Umnutzung birgt auch ein gewisses Gefahrenpotenzial.

DESIGN

Seite 88

NEWS

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