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DISTANCE Sind wir grenzenlos?

Über das Zusammenspiel von Nähe und Entfernung

01/2019

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DISTANCE Sind wir grenzenlos?

01/2019

In der Diskussion um die Zukunft unserer Städte vermischen sich individuelle Wünsche mit konkreten Herausforderungen. Das Ziel ist dasselbe: Wir wünschen uns eine Stadt der kurzen Wege, in der urbane Lebensqualität für alle Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Geschlechtern, Lebensstilen, Altersgruppen und Herkunft gewährleistet wird. Wir wünschen uns qualitativ hochwertige Nachbarschaften und Wohnräume sowie attraktive öffentliche Räume und einen gelungenen Mix aus Gewerbe- und Büroimmobilien. Sollen diese Wünsche künftig Realität werden, bedarf es vor allem eins: Der Überwindung von Distanzen. Und das gilt nicht nur für die Aufhebung der strikten Trennung zwischen Metropolen und ländlichen Regionen, sondern auch für die Aufhebung scheinbar unsichtbarer Distanzen, die Urbanität mit sich bringt. So sehr Wohnquartiere mit dem Bild der „Nachbarschaft“ und „Gemeinschaft“ auch werben, scheitern sie doch letztendlich, wenn sich ihre Bewohner in der Anonymität des Großstadtlebens verlieren oder sie zu solchen Quartieren werden, die sich nur eine bestimmte Einkommensklasse leisten kann. In welcher Ausprägung wir Distanzen – seien sie räumlicher, gesellschaftlicher oder sozio-kultureller Natur – in und außerhalb unserer Städte vorfinden und überwinden können und an welchen Stellen es unabdingbar ist, Distanz zu wahren – das möchten wir in unserer kommenden polis Ausgabe beleuchten

Inhalt

DISTANCE

Seite 3

Editorial

Susanne Peick

TITELTHEMA

Seite 6

DICED

In Taipei entsteht der Time Square des 21. Jahrhunderts

Mit den Taipei Twin Towers entsteht ein wegweisendes Multifunktionszentrum im Herzen Taipeis, welches den in Vergessenheit geratenen Hauptbahnhof der Megacity erneut mit dem Stadtzentrum verbindet.

Seite 8

STACKED

Ein neues musikalisches Zentrum für London

Bis 2023 entsteht in London eine neue Music Hall, die zugleich das neue musikalische Gesicht der Stadt sein wird. Bei der Finanzierung verlassen sich die Initiatoren weitestgehend auf private Finanziers.

Seite 10

CIRCULAR

Aus unbrauchbar wird wertvoll

In Shenzhen entsteht ein Kraftwerk, das aus Müll Energie gewinnt und parallel die Bürger der Stadt für Kernfragen nachhaltiger Energiewirtschaft sensibilisiert.

Seite 12

DISTANCE

NEWS

Seite 14

DIE STARKE STADT - INNOVATIV, MUTIG UND FLEXIBEL

Wie sich Rotterdam aus der Krise befreite und Impulse richtig nutzte

Veränderungen erfordern Mut und Anpassungsfähigkeit. Das gilt auch in puncto Stadtentwicklung. Die niederländische Metropole Rotterdam hat es geschafft, ihre Probleme in Impulsgeber für eine bessere Zukunft umzuwandeln und nimmt mittlerweile eine Vorreiterrolle in Bezug auf innovative Konzepte und Investitionen ein.

Seite 16

DISTANZEN UBERWINDEN

Nahverdichtung und intelligente Gebäudeplanung

Die „Stadt der kurzen Wege“ ist das neue Leitbild von Stadtplanern, Forschern sowie Politikern und auch die ausführende Immobilienwirtschaft erkennt die Vorteile dieses Konzepts an. Auch wenn die Forderung, Distanzen zu verkürzen, nicht neu ist, so haben sich durch Digitalisierung, Urbanisierung und gesellschaftlichen Wandel die Vorzeichen geändert, auf die alle im Prozess der Wohnraumschaffung Involvierten reagieren müssen.

Seite 20

VON STADTLUST UND LANDFLUCHT

Im Gespräch mit Dr. Werner Bätzing, emeritierter Professor der Kulturgeographie und Leiter des Archivs für Integrative Alpenforschung in Bamberg

„Grundvoraussetzung einer eigenständigen bzw. nachhaltigen Regionalentwicklung ist die Aktivierung der Bürger. Nur mit einem starken Regionalbewusstsein, d.h. mit einer starken regionalen Identität sind Menschen bereit, aktiv zu werden (...)“

Seite 26

STADT – LAND – LEBENSQUALITÄT

Lösungen für die Zukunftsfragen Wohnen und Mobilität

Die Nähe des Zusammenlebens in den Städten und die Distanz zu den ländlichen Räumen stehen nur scheinbar im Gegensatz, denn: Die Menschen außerhalb der Großstädte wünschen sich ebenfalls Zugang zu urbaner Vielfalt, und auch in den verdichteten Zentren wird Freiraum gesucht. Was ist zu tun, um beiden Anforderungen gerecht zu werden?

BLACK BOX

Seite 30

ES LEBE DIE NACHT

Der Mannheimer Hendrik Meier ist der erste deutsche Night Mayor

Hendrik Meier ist der erste Nachtbürgermeister der Republik. Seine Aufgabe ist es, im Mannheimer Nachtleben als Mediator zwischen Bürgern, Clubbetreibern und der Stadtverwaltung zu vermitteln und innovative Lösungen für vieldiskutierte Probleme rund um die Kultur-, Kunst- und Partyszene zu nden. Denn grade dort, wo die einen die Nacht zum Tag machen, kommt es immer wieder zu Konflikten mit denen, die des Nachts in Morpheus Reich schwelgen möchten.

MEINUNGSBEITRAG

Seite 34

NACHBARSCHAFT. KONTINUITÄT & WANDEL

Beitrag von Sebastian Kurtenbach

Vor dem Hintergrund der sich wandelnden gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich auch die Nachbarschaftsbeziehungen stark verändert. Das Leben nebeneinander wird zunehmend von Distanz und Anonymität geprägt. Inwiefern Nachbarschaft heute anders ist als noch vor einigen Jahrzehnten, und warum dies vielleicht sogar eine zwingende Notwendigkeit ist, untersucht der Soziologe Dr. Sebastian Kurtenbach.

DISTANCE

Seite 36

VERKEHRSWENDE FUR DEUTSCHLAND

Nachhaltige Verkehrspolitik bietet vielfältige Ansatzpunkte

Die Herausforderungen des Klimaschutzes machen eine umfassende Verkehrswende in Deutschland notwendig. Als Stellschrauben sind hier die Reduktion des motorisierten Verkehrs sowie eine Verlagerung auf klimafreundliche Verkehrsmittel zu nennen. Zudem ist der verbleibende motorisierte Güter- und Personenverkehr zu elektrifizieren.

Seite 40

EINE FRAGE DER GERECHTIGKEIT

Die Bedeutung von Verteilung, Beteiligung und Anerkennung im Raum

Interview mit Prof. Dr. Marc Redepenning

Seite 44

IST POSTEN DAS NEUE KLINGELN?

Gute Nachbarschaft geht heute per Post

Das Angebot an digitalen Nachbarschaftsplattformen wächst seit einigen Jahren stetig. Ziel ist es, den Austausch und die Interaktion zwischen den Bewohnern eines Quartiers zu stärken und damit nachbarschaftliche Anonymität zu vermindern.

BUSINESS

Seite 48

NEWS

RECHT

Seite 50

DISTANZEN MINIMIEREN & MAXIMAL PROFITIEREN

Beitrag von Dr. Tassilo Schiffer

Im städtebaulichen Kontext geht es nicht nur um die Frage, wie räumliche Distanzen in Städten bzw. zwischen ihnen und dem ländlichen Raum überwunden werden können, sondern auch um eine sinnvolle (Bauleit-)Planung, die die regelmäßig zurückzulegenden Wege der Bewohner einer Region minimiert.

DISTANCE

Seite 52

ZIA

Herausforderung: Distanzen effektiv überwinden

Beitrag von Dr. Andreas Mattner

Innovatives Denken und der Einsatz neuer Technologien ist so wichtig wie selten zuvor

Seite 54

FRIEDRICH HEINRICH

Ein neues Stadtquartier in Kamp-Lintfort

Auf stillgelegten Zechenarealen neue Stadtquartiere gestalten: Das ist eine Herausforderung, die die RAG Montan Immobilien seit inzwischen über vierzig Jahren in NRW und im Saarland angeht.

Seite 58

WALLS

Über sichtbare und unsichtbare Mauern

Impuls der Redaktion

Unsere Beziehung zu Mauern – seien sie nun physischer oder nur psychischer Gestalt – ist wohl am ehesten als Hassliebe zu bezeichnen. Denn: Die Suche nach dem, was uns Menschen voneinander trennt, ist nichts anderes als die Suche nach dem, was uns im In- nersten (ver)eint. Aus welchem Grund aber machen wir uns überhaupt die Mühe, Mauern zu errichten?

URBAN GALLERY

Seite 60

RESTRICTED AREAS

Das Ende der Zukunft

In seinem Projekt „Restricted Areas“ untersucht der russische Künstler Danila Tkachenko, was vom Fortschritt übrigbleibt, wenn er zum Erliegen gekommen ist.

ULI

Seite 68

MOVING ASIA-PACIFIC

Wie man in Fernost Mobilitätsprobleme löst

Seite 70

NEUES WOHNEN AM STADTGARTEN

Innovatives Projekt schafft Wohnraum in Ratingen

Wohin mit der steigenden Anzahl von Schülern? Städte und Gemeinden stehen nicht nur vor großen, sondern vor allem vor kurzfristigen Herausforderungen. Wie lassen sich sehr schnell adäquate Lösungen konzipieren, finanzieren, realisieren und von vornherein zukunftssicher gestalten?

URBAN

Seite 72

DISTANCE

NEWS

URBAN HEROES

Seite 74

WER WILL GLÜCKLICHE HANDWERKER SEHEN?

Handwerk vor Ort – Der Handwerkerhof Ottensen

Mit dem Wunsch nach dauerhafter Stadtteilverbundenheit und einer engeren Vernetzung ist es einigen Hanseaten gelungen, einen Ort zu schaffen, der ihnen und den nachfolgenden Generationen der Hamburger Handwerkerschaft einen sicheren Raum zur Ausübung ihrer Tätigkeiten bietet. Was als private Initiative in der Hansestadt begann, ist heute ein strahlendes Vorbild für Stadthandwerker in ganz Deutschland.

Seite 76

TROPEN- UND WÜSTENLANDSCHAFTEN MITTEN IN KÖLN

Neue Schaugewächshäuser für den Botanischen Garten Köln

Um die Schließung der Tropenhäuser zu verhindern, taten sich die Bürgerinnen und Bürger Kölns zusammen. Durch ihre Spenden trug der Freundeskreis Botanischer Garten dazu bei, den Neubau der Schaugewächshäuser zu ermöglichen. Besucher können sich auf die Eröffnung im Jahr 2023 freuen.

Seite 78

DAS E VON OB_RHAUSEN

Künstler und jugendliche Flüchtlinge setzen ein Zeichen

Gemeinsam mit jungen Flüchtlingen reparierte das Künstlerkollektiv kitev den fehlenden Buchstaben „E“ im Leuchtschriftzug „OBERHAUSEN – Wiege der Ruhrindustrie“. Die Reparatur der Schrift hätte eine einfache Mängelbehebung werden können. Stattdessen setzte die Kollaboration das Zeichen, dass Flüchtlinge zu Oberhausen gehören.

DESIGN

Seite 80

NEWS

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